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Im späteren
Mittelalter fand man Wolfhounds an vielen Fürstenhöfen. Wir kennen die
Geschichte von Llewellyn, dem Fürsten von North Wales. der von seinem
Schwiegervater, König Johann Ohneland zur Hochzeit mit des Königs natürlicher
Tochter Johanna seinen treuen Gelert zum Geschenk erhielt. Auch König Richard der
III von England soll einen Wolfhound gehabt haben, der immer bei ihm war und mit
ihm schlief. Ein solcher Hund war ein wertvolles Geschenk unter Fürsten, um
Freundschaften zu pflegen oder zu gewinnen. Diese Hunde lebten nicht wie die
übrigen Jagdhunde in den Pferdeställen, sondern im Wohntrakt mit ihren Herren,
ja wurden sogar mit ins Bett genommen als lebende Bettflasche.
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Das Ende der Jagd aus "les Très Riches
Heures du Duc de Berry"
Beide Bilder aus "le Livre de Chasse"
by Gaston III "Phoebus"
Comte de Foix et de Béarn
1346-1391
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Ab der
Renaissance bis ins 18te Jahrhundert waren die Hunde gefragt, so sehr, dass z.B.
Cromwell ein Exportverbot aussprach. Aber das Verschwinden der Wölfe wirkte sich
auch auf ihre Jäger aus und die Verarmung des Landadels unter der Regierung von
Cromwell war ein Schlag von dem sich die Rasse nur mit viel Glück und der Hilfe
einiger Anhänger des Irish Wolfhound erholte.
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Carlos V by
Tizian |
Sir Neill O'Neill
(1680)
sagt
man, schenkte Königin Elizabeth
I
2
Wolfhounds
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Thomas Wentworth,
1st Earl of Stafford
war Lord Deputy von Ireland
1632-1638 | |

Nur einigen alte Familien und einigen Clan-Führern
gelang es, trotz widriger Umstände noch einige Wolfhounds zu halten und zu
züchten. Einige davon sind die Ahnen unserer heutigen
Wolfhounds.
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"The O'Toole" (Chef des Clans O'Toole)
mit seinen 3 Wolfhounds
Er war eine sehr bekannte Figur
damals
in Dublin
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Oisian, unsterblich
durch das Gemälde von Reinagle
Er war das
Vorbild für Graham's Standard of Excellence |
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Archibald Hamilton
Rowan
1757 - 1834
Irischer Patriot und
Politiker
Er erhielt Oisian von den
Fitzpatricks.
Man kann mit Recht sagen, dass alle
heutigen Wolfhounds aus Rowan's Linien
resultieren | |
Einer dieser Irischen Gentlemen war Hamilton Rowan.
Er lebte über 40 Jahre mit Irish Wolfhounds. Seine Hunde gehen alle zurück auf
Oisian, der von Reinagle's Bild unsterblich wurde.
Nach Rowan's Tod übernahm Mr. Carter of Loughlinstown
House in Bray seine Linien und führte sie fort. H.D. Richardson, Mr. A.W. Baker
of Ballytobin Castle und Sir John Power of Kilfane hielten Wolfhounds aus diesen
Linien und züchteten wenige Würfe. Jedoch gab es nicht mehr viele Wolfhounds und
die Inzucht, die zweifellos stattfand, resultierte in
Grössenverlust.
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Capt. George Augustus Graham of
Dursley
1833-1909 |
Im Jahr 1859 entschied sich Capt. G.A. Graham of
Dursley, ein Schotte und passionierter Hundefreund, mit einigen Freunde, die
Rasse zu retten und wiederzubeleben, denn nur noch wenige reinrassige Wolfhounds
waren übrig.
Er züchtete mit einigen von diesen und kreuzte
Scottish Deerhounds ein. Deerhounds sind nah verwandt, ursprünglich war es eine
Rasse. Die gälischen Kelten hatten bei der Besiedlung Schottlands ihre
Wolfhounds mitgebracht, und sie durch das unterschiedliche Wild etwas leichter
und schneller gezüchtet.
Es muss auch gesagt werden, dass zu Graham's Zeiten
der Unterschied zwischen den beiden Rassen recht gering war, nicht so markant
wie heute.
Die Glengarry-Deerhounds, die er verwendete waren
sehr gross und kräftig, so konnte er er nicht nur den Typ, sondern auch die Grösse
verstärken, woran es in den vorhergehenden Generationen gemangelt hatte. Auch
machte er eine Einkreuzung mit einer Dänischen Dogge, um mehr Substanz zu erhalten.
Die Einkreuzung eines Tibeter Mastiffs ist nicht so ganz klar, denn Adam, wie
der Hund hiess, wurde Graham auf einem Markt in Leadenhall als Tibeter verkauft,
jedoch brachte ein exotischer Name natürlich mehr Geld. Adam sieht eher aus wie
ein (ungepflegter) IW oder IW-Mischling, wie das Bild unten
zeigt.
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Glengarry
Deerhound
(grösser und schwerer als die heutigen
Deerhound)
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German Boarhund or
Great Dane
(nicht die heutige Deutsche
Dogge!) |
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Echter
Tibet-Mastiff |
Adam | |
Nach vielen Jahren und Einsatz erheblicher Geldsummen
war so um 1880 die Rasse wieder solide und der Irish Wolfhound wieder in seiner
alten Pracht existent. Es ist zu hoffen, dass auch unsere und die nachfolgenden
Generationen von Züchtern und Liebhabern genug Verantwortung zeigen und die
Rasse erhalten und sie vor Modeerscheinungen bewahre, ganz nach dem Standard den
Capt Graham uns hinterliess.
ISV |